Eigenbluttherapie

Blutbahn eines Menschen mit Erythrozyten
ⓒ Fotolia.de

Was ist eine Eigenblutbehandlung?

Die Eigenbluttherapie ist eine Reiz- und Umstimmungstherapie, bei der Blut, das zuvor aus der Vene entnommen wurde, direkt oder aufbereitet in das Gewebe (Muskulatur oder Haut) zurück injiziert wird. 

Diese biologische Behandlungsform ist über Jahrhunderte gewachsen und behauptet sich zunehmend als eigenständige Therapiemethode und stößt bei kranken Menschen zunehmend auf Interesse. Zahlreiche Untersuchungen haben die Wirkungen dieser Therapie auf Immunsystem und vegetatives Nervensystem belegt. 

 

Was passiert bei einer Eigenblutbehandlung im Körper?

Bei der Eigenbluttherapie werden die bei einer Krankheit vorkommenden natürlichen Heilungsvorgänge durch den Reiz gezielt verstärkt. Grundlage ist die Arndt-Schulze-Regel, nach der schwache Reize die Selbstheilungsvorgänge stimulieren, mittelstarke sie hemmen und sehr starke sie aufheben. 

Der Reiz, also das eigene Blut im Gewebe, wirkt auf den gesamten Organismus, und die dadurch aktivierten Abwehrkräfte stellen die Selbstheilungsfähigkeit des Organismus wieder her. 

 

Folgende Wirkungen können im Rahmen einer Eigenbluttherapie auftreten:

  • Besserung des körperlichen und psychischen Allgemeinbefindens
  • Längerer und tieferer Schlaf
  • Anregung von Appetit und Verdauung
  • Besserung depressiver Zustände
  • Modulation des Immunsystems (ein zu schwaches Immunsystem wird aktiviert und ein zu starkes wird gebremst)
  • Schmerzhemmende Wirkung bei chronischen Schmerzzuständen
  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Förderung der Wundheilung
  • schnellere Genesung, auch nach OPs
  • Stimulation der Blutbildung
  • Regulation der Körpertemperatur
  • Verbesserung der lokalen Durchblutung 

 

 

Wie läuft eine Eigenblutbehandlung ab?

Beim ersten Termin wird neben ausführlicher Anamnese und ggf. Untersuchung und Diagnostik (z. B. Labordiagnostik), das Vorgehen mit dem Patienten besprochen. 

Bei den weiteren Terminen wird Blut aus der Vene entnommen und direkt oder unter Zusatz einer oder mehrerer Arzneien (z. B. immunaktivierende bzw. -modulierende homöopathische oder phytotherapeutische Medikamente) mittels Spritze in den Muskel oder in die Haut bzw. das Unterhautfettgewebe zurück befördert. 

In der Regel sind 1 bis 2 Behandlungen pro Woche nötig über einen Zeitraum von mehreren Wochen, abhängig von Allgemeinzustand des Patienten und der Erkrankung, die behandelt werden soll. 

Vor Therapiebeginn wird die Verträglichkeit am Patienten getestet und es werden Kontraindikationen abgeklärt. 

 

Wann kann die Eigenbluttherapie eingesetzt werden?

Anwendungsgebiete sind z.B.:

  • akute Infektionen
  • chronische Infektionen, Infektneigung
  • Degenerative Prozesse (z. B. rheumatische Erkrankungen)
  • Blutbildungsstörungen (z. B. auch nach Chemo- oder Strahlentherapie)
  • während Rekonvaleszenz
  • Allergien
  • Hauterkrankungen
  • Durchblutungsstörungen 

 

Kontraindikationen:

In einigen Fällen darf keine Eigenbluttherapie angewendet werden, bzw. müssen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden: aktive bestehende Thrombose, aktive Tuberkulose, Gerinnungsstörungen bzw. Therapie mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten.